Tagestipps im Radio

Tagestipps

Donnerstag 18:00 Uhr MDR KULTUR

Die Draufgängerin

von Egon Koch Party. Drogen. Koma. Der 16-jährigen Tochter des Autors Egon Koch passierte das, wovor alle Eltern Angst haben. 54 Stunden dauerte es, bis sie wieder aufwachte. Die Zeit auf der Intensivstation war der Höhepunkt im Drama ihres Erwachsenwerdens. In jungen Jahren hatte sie bereits einiges erlebt: Trennung der Eltern und Tod des neuen Partners der Mutter. Überfordert damit, ihrer trauernden Mutter eine Mutter zu sein, suchte sie den Ausweg im exzessiven Feiern. Bis zum völligen Zusammenbruch. Im Krankenhaus erwacht sie als ein anderer Mensch. Auf die Katharsis folgen ein Tattoo, die erste Liebe und immer wieder die Suche nach Momenten von Freiheit und Glück. Sie wird 18, macht das Abitur und geht gereift in eine offene Zukunft. Die Geschichte einer Heranwachsenden ist zugleich eine über das Verhältnis zwischen Tochter und Vater. Seit ihren frühesten Kindertagen hat Egon Koch Gespräche mit seiner Tochter auf Band aufgezeichnet. Egon Koch, geboren 1955 in Bühl/Baden, verbrachte seine Kindheit auf dem Rheinschiff "Rabelais". In Berlin studierte er Politologie, Germanistik und Theaterwissenschaften. Mitte der achtziger Jahre begann er in Paris seine Arbeit als freier Autor und Regisseur. Bis heute verwirklichte er zahlreiche Erzählungen, Romane, Hörspiele, Radiofeatures und Dokumentarfilme. Regie: Egon Koch Produktion: Südwestrundfunk 2016 Mitwirkende: Teresa Marx Egon Koch Volker Risch (54 Min.) MDR KULTUR - Lesezeit

Donnerstag 18:05 Uhr BR-Heimat

BR Heimat - Fränkisch vor 7

Moderation: Marion Christgau Sommergefühl und Spiritualität im Hildegard Garten Mit Marion Christgau Musikzusammenstellung Maria Bauer Zum heutigen Sommeranfang, zu Sommersonnenwende geht´s in dieser Stunde zu einem Rundgang in eine blühende Oase. Und zwar in eine ganz Besondere. Mit ihrer ganzheitlichen Naturmedizin ist die Äbtissin Hildegard von Bingen sowas wie eine Wegbereiterin für die meisten der alternativen Therapien heute . Sie entwickelte im frühen Mittelalter einen ganzheitlichen Ansatz gegen Krankheiten und geht von einem Schöpfungs- und Menschheitsbild aus, das den Einzelnen als Teil des Ganzen sieht. Für ein Ehepaar im Landkreis Roth waren diese Ansätze Grundlage bei der Gartengestaltung. Ein spiritueller Hildegard Garten ist entstanden und erlebbar. Eine Stunde über die reiche Natur inspiriert von der Heilerin Hildegard von Bingen..... *** Volksmusik und Volkskultur aus Franken. Hier begegnen sich Musikanten und Volksmusikfreunde, hier werden Musikgruppen und Kulturbühnen vorgestellt, hier erzählen wir spannende Geschichten und berichten über aktuelle Themen rund um Brauch und Tradition in Franken, und ganz nebenbei hören Sie hier auch Ihren Musikwunsch.

Donnerstag 20:03 Uhr SWR Kultur

Musikpassagen

Der Jazz-Erwecker - Kamasi Washington Von Frank Sawatzki Mit seinem 2015 veröffentlichten Album "The Epic" katapultierte Tenorsaxofonist Kamasi Washington den Jazz aus den Sphären des Hochkulturellen in die Aufmerksamkeitsspiralen des Pop und erreichte damit ein junges und neues Publikum. Das feierte Washingtons rauschhafte Auftritte als Akt der Selbstermächtigung für eine afro-amerikanische Community, als deren kultureller Vertreter der Jazz lange nicht mehr hör- und sichtbar gewesen war. Auf seinem neuen Album "Fearless Movement" bleibt Washington der Idee einer spirituellen Bewegung treu.

Donnerstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Systemfragen

Landwirtschaft unter Druck - wie erschöpft sind die Bauern? Überwiegend Familienarbeitskräfte: Wer heute in der Landwirtschaft arbeitet Frauen in der Landwirtschaft (Noch) selten, aber zukunftsfähiger? Arbeitsethos, Rollenbilder und Tabus - Was Landwirte stresst und wie es besser gehen könnte Am Mikrofon: Till Opitz Klimawandel, Diversifizierung, Bürokratie - dazu fehlende Hofnachfolger: Kaum eine Branche steht so unter Transformationsdruck wie die Landwirtschaft, wo eine 38-Stunden-Woche oder freie Wochenenden für viele Wunschdenken sind. Manche arbeiten auf den Höfen bis zur körperlichen und psychischen Erschöpfung. Die Deutschlandfunk-Systemfragen schauen auf die zugrundeliegenden Strukturen, die bei etlichen Landwirten und Landwirtinnen in Deutschland Frust auslösen - und auf Erkenntnisse und Lösungsansätze aus Agrarsoziologie und Arbeitspsychologie.

Donnerstag 20:30 Uhr Deutschlandfunk

Mikrokosmos

Call me Günther (1/5) Ein verhängnisvoller Anruf Die Geschichte einer Telefonfreundschaft und der milliardenschweren Betrugsmasche dahinter Von Franziska Tschinderle und Ilir Tsouko Regie: Eva Solloch Mit Anna Seibt Ton und Technik: Hendrik Manook und Thomas Widdig Produktion: Deutschlandfunk/ORF 2023 (Teil 2 am 27.05.2024) Ein Unternehmer aus Bayern will sein Vermögen auf einer Trading-Plattform anlegen. Über Monate telefoniert er mit seinem persönlichen Finanzberater, bis der unter ominösen Umständen zu Tode kommt - und über 1 Million Euro spurlos verschwunden sind. Herr Weber (Name von der Redaktion geändert) ist ein erfolgreicher Unternehmer. Mit seiner Firma hat er ein kleines Vermögen gemacht. Das will er auf einer Trading-Plattform namens FXC Markets gewinnbringend anlegen. Zunächst läuft alles prima: Mit seinem persönlichen Berater Günther Nowak telefoniert er täglich, es entwickelt sich eine Telefonfreundschaft. Sie reden über die Familie, den nächsten Urlaub. Und Herr Webers Vermögen scheint sich stetig zu vermehren. Doch als er das Geld ausgezahlt bekommen will, wird er immer wieder vertröstet. Dann der Schock: Günther Nowak ist mit seiner Familie tödlich verunglückt. Wo ist das Geld? Ein verhängnisvoller Anruf Hören 29:48Hören 29:48

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Die Entfernung der Amygdala Von Markus Orths Regie: Silke Hildebrandt Mit: Janina Sachau, Jan Georg Schütte, Katja Bürkle, Jens Harzer, Traute Hoess, Götz Schulte und Matthias Brüggemann Ton und Technik: Johanna Fegert und Andreas Hölzing Produktion: SWR 2014 Länge: 53"59 Nina hat einen Tumor im Kopf. Sie spürt noch nichts davon, sie weiß nur, dass er da ist und sich nicht entfernen lässt. Manchmal ist er weit weg, manchmal kommt die wild wuchernde Angst. Was bleibt ihr noch zu tun? Nina Krohn wird sterben. Ihre Neurochirurgin Anne Buber gibt ihr ein halbes Jahr. Ein eigentlich inoperabler Tumor. Es sei denn, man würde Ninas Amygdala gleich mitentfernen, jenen Ort im Gehirn, in dem - laut neurowissenschaftlicher Forschung - unter anderem die Angst "entsteht". Ohne Amygdala aber würde Nina ein gefühlstotes, betäubtes Leben führen. Ninas Angst droht sie zu ersticken. Sie weiß nicht, wie sie es ihrem Mann sagen soll: Paul Bernstein, einem eigenbrötlerischen Philosophen. Sie schafft es nicht allein und bittet ihre Ärztin Anne, sie bei diesem Gang zu begleiten. Die Situation spitzt sich zu, als die Neurochirurgin in Ninas Mann jenen Philosophen erkennt, mit dem sie nach einem Symposium eine wilde Nacht verbracht hat. Und dann sind da noch der Sargverkäufer Gernot, in dessen "Kiste" Nina steigt, weil sie alles über den Tod herausfinden will; Ninas Mutter Ilse, die pausenlos spricht, ohne dass man sie gefragt hätte; sowie das Smartphone Galaxy mit Sprechfunktion, ein sehr moderner Gott der Technik, der fast nie um eine Antwort verlegen ist. In seiner "komischen Tragödie" nähert sich Markus Orths dem Phänomen des Todes aus fünferlei Perspektive: als existenzielles Drama, als burleske Farce über das Geschäft mit dem Sterben, als Boulevardkomödie der Verdrängung sowie im Widerstreit des naturwissenschaftlichen und philosophischen Diskurses. Dieser Genre-Mix seziert die Vielzahl der Möglichkeiten, mit denen wir dem eigenen Ende ins Gesicht schauen - oder eben nicht. Markus Orths, geboren 1969 in Viersen, ist freier Autor von Kinderbüchern sowie Erzählungen und Romanen wie zuletzt "Picknick im Dunkeln" (2020) und "Mary (2023). Seine Bücher wurden in insgesamt achtzehn Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds. 2017 übernahm Orths die 36. Paderborner Poetikdozentur, 2018 wurde er 31. Bamberger Poetikprofessor. Sein Kinderroman "Opa fliegt" (2022) wurde von Michael Langemann vertont: Premiere des literarischen Konzerts ist im Juni 2024 in der Berliner Philharmonie.

Donnerstag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Krimi

Verblendung (1/3) Von Stieg Larsson Journalist Blomkvist und Hackerin Salander stoßen auf dunkle Familiengeheimnisse Regie: Walter Adler Produktion: WDR 2010

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Das Land Von Jacob Kirkegaard Produktion: Autorenproduktion 2023 Länge: ca. 50" (Ursendung) Pumpende Melkmaschinen, klickende Fangautomaten, rauschende Fließbänder. Jacob Kirkegaard zeichnet ein Klangporträt der Agrarindustrie. Ausgestattet mit Kontaktmikrofonen besuchte der Klangkünstler Jacob Kirkegaard dänische Landwirtschaftstriebe von Viehzucht bis Agrarwirtschaft. Sorgfältig mikrofonierte er zentrale Orte und Maschinen. Er nahm feinste Klänge und Vibrationen auf, lauschte Sortier- und Fangmaschinen, dokumentierte Verwaltung, Optimierung, Verwertung. "Überall", sagt er, "ist ein Pulsieren zu hören. Eines, das nie nachlässt, nie aufhört." "Das Land" ist ein außergewöhnlich nahes, ein immersives und eindringliches Soundporträt über den Status quo der Agrarindustrie. Jacob Kirkegaard ist Klangkünstler. In seinen immersiven Klangarbeiten erforscht er akustische Umgebungen in all ihren Details. Ihn interessiert die "wortlose Sprache der Dinge". 2022 erhielt er die Eckersberg-Medaille der Königlich Dänischen Akademie der bildenden Künste. Klangkunst: Der Sound der Landwirtschaft Das Land

Mittwoch Freitag